Schauplatz · Band 1
Borkenhag
Dorfplatz am Brunnen
Vom Dorfbrunnen aus dreht sich der Blick einmal rundum: Beppos Schenke, die Schmiede, die niedrigen Häuser und das kleine Gotteshaus rahmen den Platz. Dahinter beginnen die Eichenhänge und die Wege in den Nebelwald.
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Was du siehst
Links das große Fachwerkhaus mit rauchendem Kamin: Beppos Schenke. Davor Fässer, ein grob gezimmerter Tisch und die Hängeampel, die abends brennt.
Rechts die offene Schmiede mit Esse, Amboss und dem Schild über dem Tor. Zwischen beiden Höfen steht der alte Brunnen — Wasserquelle, Treffpunkt, Kummerkasten.
Im Hintergrund die kleine Kapelle mit ihrem stämmigen Glockenturm. Ihr Rauch mischt sich mit dem der Esse. Rundum niedrige Bauernhäuser, in denen unter anderem Thorwald und Marietta wohnen.
Wege ins Umland
Ein Pfad führt nach Norden zum Keilergrund, ein zweiter westwärts in den Nebelwald, ein dritter über die Höhen hinauf zur Bernsteinwarte.
Die Eichenhänge am Waldrand werden bewirtschaftet — Holz, Eicheln für die Schweine, Reisig. Alles, was Borkenhag am Leben hält, kommt aus einem Umkreis, den man an einem Tag umrunden kann.
Wer hier lebt
Thorwald und Marietta führen ein bescheidenes Haus im Ortskern. In der Schenke wirtschaftet Beppo. Hannes und Mina wohnen in einer Kate am Rand des Dorfes.
Bruder Severin hält im Gotteshaus die stillen Bräuche in Ehren. Halvard, Thorwalds Vater, gilt seit Jahren als verschollen — sein Name fällt in Borkenhag nur noch leise.
